Gymnasium und Realgymnasium

Gottschalkgasse 21, 1110 Wien

 

 

 

Vortrag von Herrn Univ. Prof. Dr. Kurt Kotrschal

 

wolf4Am 17. April war Herr Univ. Prof. Dr. Kurt Kotrschal, Wissenschafter des Jahres 2010 und Mitbegründer des Wolf Science Centers in Ernstbrunn bei uns zu Gast. Er sprach über sich, seine Forschung und die Arbeit mit den Wölfen.


Professor Kurt Kotrschal erzählte sehr viel über die sozialen Unterschiede von Wölfen und Hunden und das Leben mit Menschen. Wölfe sind eines der erfolgreichsten Säugetiere der Erde. Diese haben eine soziale Rangordnung, ein sogenanntes Rudel. In dem Rudel kommt es oft zu Rangkämpfen, um das Alpha-Tier zu werden. In Zeiten, in denen Wölfe nicht gejagt werden, beginnen sie Reviere aufzustellen und führen Grenzkriege gegen feindliche Rudel, die in ihr Revier eintreten. Wölfe reagieren nett und positiv auf Jungtiere in ihrem Rudel, bis das Jungtier erwachsen wird. Man kann auch beobachten, wie sich Wölfe um verstorbene Rudeltiere versammeln. Einige sehen dies als Zeichen der Trauer an, andere denken, dass die Wölfe auf das „Aufwachen“ des Wolfes warten. Die Wölfe jagen kooperativ und teilen die Nahrung untereinander auf. Doch neun von zehn Jagden bleiben erfolglos. Viele Wölfe müssen mit Knochenbrüchen und anderen Jagdverletzungen kämpfen. Die ersten Zähmungen werden im Nahen Osten kurz nach der Auswanderung der frühen Menschen aus Afrika vermutet. Kulturen, wie die der nordamerkanischen Indianer, waren Hunde-Kulturen.

Hier ein paar Reaktionen der SchülerInnen:

  • "Ich habe den Eindruck, dass Wölfe „erwachsener“ sind als Hunde, weil Herr Professor Kotrschal erwähnt hat, dass jene Streit besser lösen können."
  • "Man kann den Wölfen mit Leckerlies viel beibringen. Ein wichtiges Kommando ist die Rolle. Die Wissenschaftler können so den Bauch der Wölfe untersuchen, denn man kann einen Wolf nicht einfach so umschubsen, da sie sich wehren. "
  • "Der Professor hat erzählt, dass viele Amerikaner Wölfe als Haustiere halten, was ich nicht gut finde, da Wölfe keine Haustiere sind und ganze Wohnungen verschmutzen. Hunde und Wölfe brauchen viel Aufmerksamkeit, damit sie später nicht aggressive Einzelgänger werden."
  • "Wölfe können einen Streit zwischen zwei anderen Wölfen viel besser lösen als Menschen."
  • "Lustig fand ich es, als uns Professor Kotrschal erzählte, dass Hunde sogar spielsüchtig werden können, wenn sie zu viel Zeit vor dem Computer verbringen."
  • "Es könnte auch sein, dass ich mit meinen Freunden oder meiner Familie nach Ernstbrunn fahre, um den Wölfen und Mischlingshunden dort einen Besuch abzustatten. Dort wird das Verhalten Wolf-Hund- Mensch näher erforscht."
  • "Früher dachte ich, dass Wölfe aggressive Tiere wären und mir war unbekannt, dass sie mit Menschen leben. Wölfe sind und werden immer Wildtiere bleiben, denn man kann sie nicht so wie Hunde zähmen. Wölfe sind aggressiver, während Hunde tolle Lebensgefährten sein können. Anders als Wölfe kommen Hunde gut in urbanen Gebieten zurecht."
    
 
 
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